• Symposium

Les Anonymes / The anonymous / Die Anonymen / Sine nomine / Ανώνυμος - Keynote

Ein Wochenende über Anonymität, Unsichtbarkeit und Öffentlichkeit

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Eine Frau präsentiert vor einem gelben Hintergrund mit Text, im Hintergrund hängen Bilder.
Eine Gruppe hört einem Vortrag in einem Raum mit Fotografien an der Wand zu.
Eine Person hört einer Vortragenden im Seminarraum zu.
Ein Mann sitzt und schaut auf einen großen Bildschirm mit einer Person darauf.
Drei Männer sitzen und diskutieren in einem Raum mit Fotoausstellung an der Wand.
Eine Frau spricht am Rednerpult vor einer Collage aus Kunstwerken.
Eine Jahrsprachlerin steht bei einer Präsentation und zeigt auf einen Bildschirm.
Ein Redner steht hinter einem Pult vor einem Publikum und einer Bildcollage.
Fünf Personen stehen an einem Rednerpult und adressieren ein Publikum in einer Galerie.

Termine

  • Fr 02.02., 19:00–20:30

Künstler*innen

  • Mustafa Emin Büyükcoşkun
  • Hou Hanru
  • Ruth Noack
  • Slavs and Tatars

Sprache

  • Englisch

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Eintritt

Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos, zzgl. Eintritt (außer freitags).

Wie ein Treffen in Griechenland vor langer Zeit...

"Was die Menschen mit dem Körper der Frau gemacht haben, ist wie das, was sie mit der Erde, den Kindern, den Kranken und den Armen gemacht haben. Alles, was nicht "sprechen" soll. Alles, was die Mächtigen nicht hören wollen. Das wird ausgeschlossen. Die Menschen dürfen nicht mitmachen. Sie sind nur Zuschauer."
*Tiqqun, Preliminary Materials for a Theory of the Young Girl

Am 2. und 3. Februar 2024 treffen sich in der Kunsthalle Baden-Baden bekannte Künstler und Kuratoren. Das sind Mustafa Emin Büyükcoşkun, Hou Hanru, Ruth Noack und Slavs and Tatars. Sie sprechen über "Anonymität". Das Symposium heißt "Les Anonymes / The anonymous / Die Anonymen / Sine nomine / Ανώνυμος". Es ist auf Englisch.

Ein Symposium war in Griechenland vor langer Zeit ein Treffen. Die Menschen kamen zusammen. Sie aßen, tranken und sprachen. Sie tauschten Ideen aus. Das stärkte die Gemeinschaft. Es gab offene Gespräche. Das Symposium ist wie eine Arbeit von Sarkis. Sie heißt "7 Tage, 7 Nächte". Sie ist in der Kunsthalle. "Anonym" bedeutet unbekannt. Es kann eine Person sein. Dann ist die Identität nicht bekannt. Im Internet ist anonym, wenn jemand etwas schreibt. Aber der Name ist nicht bekannt. Das gibt es oft in Foren.

Der Direktor der Kunsthalle, Misal Adnan Yıldız, macht das Symposium. Er denkt über die Rolle von Institutionen nach. In der heutigen Zeit ist Anonymität oft Widerstand. Die Menschen wehren sich gegen Kontrolle. Sie wehren sich gegen Grenzen und Kriminalisierung. Aber Anonymität kann auch ein Recht sein. Es geht um kollektive Existenz und Autorschaft.

Alle Redner bekommen ein Zitat von Tiqqun. Das ist ein Kollektiv aus Paris. Es gab von 1999 bis 2001 Zeitschriften. Nach der Rede von Ruth Noack gibt es drei Gespräche. Sie sprechen über Projekte. Sie sprechen über die Istanbul Biennale und Saturday Mothers.

Das Symposium ist auf Englisch. Es geht weiter am Samstag, den 3. Februar, von 14 bis 17 Uhr.

Keynote

Ruth Noack: Witnessing - Von der Aussage zur Aktion

(Dauer ca. 90 Minuten inklusive Einführung und Diskussion)

"Ein Satz von Tiqqun hat mich nachdenklich gemacht. Darin steht: Frauen, die Erde, Kranke, Kinder und das Proletariat wurden in die Rolle des Zeugen gedrängt. Aber von wem und wozu? Das sagt Tiqqun nicht genau. Tiqqun bleibt bis heute anonym. Ich interessiere mich für eine andere Art von Politik. Diese Politik entsteht, wenn wir füreinander sichtbar werden. Mein Vortrag geht auf Filme, Kunstwerke und Ausstellungen ein. Sie können zu dieser Politik beitragen."

Dazu gibt es Hinweise auf

  • A Question of Silence, 1982, 92 min, von Marlene Gorris
  • Saint-Omer, 2022, 122 min, von Alice Diop


Ruth Noack (*1964) ist Kuratorin, Kunsthistorikerin, Autorin und Lehrerin. Von 2019 bis 2021 leitete sie The Corner at Whitman-Walker in Washington, D.C. Sie kuratierte mit Roger M. Buergel die documenta 12 (2007). Zu ihren letzten Ausstellungen gehören The Mental Body und Stay Alive to Life. Resilience in Times of Covid und When We First Arrived... Ihre Serie Sleeping with a Vengeance, Dreaming of a Life (2018-2020) zeigte sie in Athen, Prag, Peking und Stuttgart. Sie war Präsidentin der AICA Austria. Sie schrieb ein Buch über Sanja Iveković. Sie gab Agency, Ambivalence, Analysis. Approaching the Museum with Migration in Mind (2013) heraus. Noack schrieb viele Essays. Sie hält seit über 30 Jahren Vorträge.