Macht der Machtlosen

16.11.2013–09.02.2014
Ein gelber Van steht vor einem Gebäude mit der Aufschrift "Lufttransa Deportation Class".
Eine Person steht in einem weißen Raum mit Erdhügel in der Mitte.
Ein dunkler Raum mit einem Schreibtisch, alter Technik und mehreren Computern auf Stühlen.
Zwei Fotostative mit weichen Lichtschirmen in einem dunklen Raum aufgestellt.
Ein dunkler Raum mit Vortragsstellen und einem Projektionstext an der Wand.
Ein Holztisch mit Schreibmaschine, Lampe und zwei Holzstühlen in einem dunkeln Raum.
Ein langer, dunkler Gegenstand liegt auf dem Boden eines hellen Raumes.
Ein dunkler Erdblock verläuft quer durch einen hellen Ausstellungsraum.
Eine moderne Kunstausstellung zeigt Gemälde und skulpturale Elemente auf schwarzem Boden.
Ein altmodischer Plattenspieler mit beleuchtetem Diskus im Dunkeln dargestellt.
In einem dunklen Raum steht ein Metallgestell mit Elektronik-Ausrüstung.
Ein Lichtstrahl beleuchtet die Worte "Stay fine in" auf dunklem Hintergrund.
Goldverziertes Zimmer mit rotem Teppich und offener Tür.
Ein Prunkraum mit vergoldetem Wandpaneel führt zu einem minimalistisch eingerichteten Raum.
Verbeultes Metallgitter auf weißen Sockeln in einer Ausstellung.
Suntoschädelte Metallskulpturen auf weißen Sockeln in einem weißen Raum.
Ein schräges Wandbild in einem Museum zeigt mythologische Szenen mit lebhaften Farben und Figuren.
Bunte, surrealistische Wandgemälde in kleiner Galerie mit vielen Figuren.
Ein bunter, surrealer Wandgemälde-Saal mit mythologischen Gestalten und Tieren.
Ein Raum mit farbenfrohen Wandgemälden und einer weißen Tür im Mittelpunkt.
Ein Innenraum mit orangefarbenen Wänden zeigt Fotografien und Texte zur Architektur.
Ein Museumsraum mit Fotos, Tafeln und Texttafeln an orangen Wänden.
Eine orange Wand mit Bildern und Texten zu einem städtischen Kunstprojekt.
Ein großen Bild mit abstrakter, farbenfroher Figur steht auf einer schwarzen Fläche daneben geöffnetes Buch.
Ein Ausstellungssaal mit Kunstwerken und Büchern auf einem glatten Boden.
In einem modernen Galerieraum hängen mehrere abstrakte Kunstwerke.
Dieses Kunstgalerie zeigt abstrakte und figürliche Kunstwerke an den Wänden.
Große, abstrakte Gemälden in metallischem Rahmen aufgestellt.
Ein schwach beleuchteter Raum mit einem Podium und Stühlen, dekoriert in Schwarz und Weiß.
Ein Video wird in einem dunklen Raum gezeigt, mit Gegenständen auf einer beleuchteten Theke.

Künstler*innen

  • Alaa Awad
  • Maja Bajević
  • Christoph Faulhaber
  • IRWIN
  • Teresa Margolles
  • Metahaven
  • Rabih Mroué
  • Bettina Pousttchi
  • Urban-Think Tank
  • Silke Wagner

Kurator*innen

  • Johan Holten
  • Ksenija Čočkova
  • Jakob Ráček

Kuratorische Assistenz

  • Elena Korowin
  • Susanne Petersen

Publikation

Der Katalog ist 2013 erschienen. Der Verlag gehört zur Buchhandlung Walter König.

Dank an

Die Ausstellung hat eine Schirmherrin.

Die Schirmherrin ist das Europäische Parlament.

Kann Kunst Bilder machen für Menschen, die man nicht sieht? Kann Kunst ihnen eine Stimme geben? Kann Kunst ihnen helfen, etwas zu tun? Kann Kunst Machtlosen Macht geben? Diese Fragen sind wichtig. Sie stehen im Mittelpunkt der Ausstellung MACHT DER MACHTLOSEN. Die Ausstellung ist in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden.

Flucht und Vertreibung in Ciudad Juárez (Mexiko) sind Themen. Teresa Margolles zeigt das. Alaa Awads Wandmalereien sind Protest. Sie sind Teil des Arabischen Frühlings. Rabih Mroué zeigt Handyaufnahmen aus Syrien. Die Aufnahmen sind von Zivilisten. Sie zeigen Kämpfe. Die Aufnahmen sind wichtig für die Revolution.

Das Projekt Prinzessinnengarten kommt aus Berlin. Es ist ein Nachbarschaftsprojekt. Es gibt Gemüse in der Stadt. Das Projekt ist zum ersten Mal in einem Museum. Es ist in Baden-Baden. Es hat das Café Kunsthalle neu gestaltet.

Künstler und Künstlerinnen: Alaa Awad, Maja Bajević, Christoph Faulhaber, IRWIN, Teresa Margolles, Metahaven, Rabih Mroué, Bettina Pousttchi, Urban-Think Tank, Silke Wagner. Das Café Kunsthalle hat Prinzessinnengarten neu gestaltet.

Ein Raum soll entstehen. In diesem Raum geht es um Mitsprache in der Gesellschaft. Es geht um Inklusion. Es geht um Menschen, die sonst nicht gesehen werden. Der Rahmen für diesen Raum ist fest. Aber er gibt auch Freiheit. Die Freiheit, Fragen zu stellen. Fragen, die sonst nicht gestellt werden. Manche Menschen bauen Mauern. Sie wollen andere ausschließen. Sie schützen die Mauern mit Gewalt. Diese Mauern zu überwinden ist schwer. Denn auch die Kunsthalle ist ein Ort mit Macht. Kann diese Ausstellung die Mauern überwinden? Die Ausstellung zeigt: Kunst kann Debatten in der Gesellschaft auslösen. Viele Künstler beschäftigen sich mit globalen Krisen. Sie zeigen Gesellschaften im Wandel. Früher ging es oft um Konflikte zwischen rechts und links. Heute geht es um andere Gruppen. Gruppen, die von keiner Seite vertreten werden. Es geht um Inklusion und Ausgrenzung. Es geht um Unterdrückung und Widerstand. Der Schriftsteller Václav Havel hat das beschrieben. 1978 schrieb er über eine schwache Zivilgesellschaft. Sie lebte unter einer Diktatur. Die Menschen hatten keine Macht. Aber sie hatten eine andere Kraft. Diese Kraft zeigte sich erst später. Havels Worte passen auch heute. Sie beschreiben Konflikte im 21. Jahrhundert. *Johan Holten, Auszug aus dem Vorwort des Ausstellungskatalogs