Kunsthalle

Über uns

Die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden ist seit ihrer Eröffnung im Jahr 1909 – und insbesondere seit den 1960er Jahren – der Auseinandersetzung mit internationaler Gegenwartskunst verpflichtet. In ihrer langen Geschichte wurde dieser Auftrag von den jeweils amtierenden Direktorinnen und Direktoren immer wieder neu befragt. Johan Holten, der die Kunsthalle seit 2011 leitet, sieht die besondere Herausforderung der Programmgestaltung darin, wie man eine zunehmend globale und kulturell sehr diverse Welt in einem öffentlich finanzierten Ausstellungshaus widerspiegeln kann. Gelegen inmitten der idyllischen Parklandschaft der Lichtentaler Allee in der Kurstadt Baden-Baden, ist das denkmalgeschützte Gebäude der Staatliche Kunsthalle seit 2004 mit dem benachbarten Museum Frieder Burda durch eine Brücke verbunden . Während die Staatliche Kunsthalle seit ihrer Gründung als Wechselausstellungshaus Ausstellungen ohne eigene Sammlung realisiert, verfügt das Museum Frieder Burda über eine der wichtigsten privaten deutschen Kunstsammlungen. So entstand eine der ersten Public-Private-Partnership Verbindungen zwischen einer öffentlichen Institution und einem privaten Museum in Deutschland, die die Diversität zweier Ausstellungshäuser mit verschiedenen Aufträgen vereint.
Damit hat sie sich über die Jahre als wichtige Impulsgeberin für die Präsentation international bedeutender Gegenwartskunst in der Stadt, der Region und darüber hinaus etabliert. Mit den Ausstellungen werden die Veränderungen und Unterschiede einer global vernetzten Welt sicht- und erfahrbar und wirken damit direkt in die Zivilgesellschaft zurück, in der sie verankert ist. Dabei bilden alle bisherigen Ausstellungen im Kern so etwas wie die Sammlung der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und sind in über 360 Publikationen und Ausstellungskatalogen dokumentiert. Diese reichhaltige Ausstellungsgeschichte wird unter der Leitung von Johan Holten für alle digital zugänglich sein. So werden in stetem Wandel digitale Prozesse initiiert, die die zunehmende Bedeutung des „virtuellen Ausstellens“ im Display digitaler Endgeräte für das 21. Jahrhundert herausbildet.

 

Ausstellungsgeschichte

 

In den berühmten und durch äußerste Harmonie  gekennzeichneten neun Oberlichtsälen der Staatlichen Kunsthalle fand im Jahr 2011 die Antrittsausstellung von Johan Holten statt: „GESCHMACK – der gute, der schlechte und der wirklich teure“  setzte sich mit der Frage auseinander, ob gängige Kategorien von Geschmack heute noch brauchbar sind, und wie die daraus resultierende Rolle einer öffentlichen Kunsthalle aussehen kann. Welche Debatten kann Kunst initiieren und prägen? Dieser Frage widmete sich die Ausstellung „BILDERBEDARF. Braucht Gesellschaft Kunst?“ (2012). Dass das Hotel nicht nur für Glamour und Luxus steht sondern auch soziale Kehrseiten birgt, nahm die Große Landesausstellung Baden-Württemberg mit „Room Service – Vom Hotel in der Kunst und Künstlern im Hotel“ (2014) sowohl in der Staatlichen Kunsthalle als auch in sechs Baden-Badener Hotels in den Blick. 2016 zeichnete „Gutes böses Geld. Eine Bildgeschichte der Ökonomie“ mit einer Vielzahl historischer und aktueller Werke nach, wie Künstler Geld und den Umgang damit ins Bild gesetzt haben. Im Frühjahr 2018 stand das Ausstellen selbst im Fokus. Was ist Ausstellen, und wie lässt sich zeigen, was Ausstellen damals und heute bedeutet? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Große Sonderausstellung des Landes Baden-Württemberg „Ausstellen des Ausstellens. Von der Wunderkammer zur kuratorischen Situation“ (2018). Das globale Kunstschaffen bildeten in den vergangenen Jahren Einzelausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern wie Emeka Ogboh (2017), Wangechi Mutu (2013) und Eva Kotatkova (2014) ab. Aber auch Ausstellungen mit den Malern Sergej Jensen (2017), Li Songsong (2015) und Elizabeth Peyton (2014) sowie eine posthume Retrospektive von Alina Szapocznikow (2018). Diese Reihe von Präsentationen weltweit renommierter Künstlerinnen und Künstler steht für einen erweiterten Blick auf die Diversität im internationalen Kunstgeschehen unter der Leitung von Johan Holten.

 

Karola Kraus übernahm nach ihrer Zeit als Leiterin an der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden die Direktion des Museum für Moderne Kunst Stiftung Ludwig Wien (MUMOK). Von 2006 bis 2011 widmete sie ihr Ausstellungsprogramm in Baden-Baden den Klassikern konzeptueller Kunst im Dialog mit künstlerischen Positionen der achtziger und neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Viele ihrer Ausstellungen beleuchteten den Beginn minimalistischer Malerei, wie „Who’s afraid of Red, Yellow and Blue?“  (2007). Dem Werk des frühverstorbenen rumänisch französischen Künstlers André Cadere (2007) wurde eine vielbeachtete Retrospektive ausgerichtet, die in Baden-Baden, Paris, Maastricht und Bukarest zu sehen war und in einem Catalogue raisonnée mündete. Mit den Einzelausstellungen etwa von Nairy Baghramian, Stephen Prina (beide 2008) und Christopher Williams (2010) wurden unter anderem Positionen mit kontextbezogenen Werken gezeigt, die die Aktualität konzeptueller Kunst zur Diskussion stellten. Das Jubiläumsjahr 2008/2009 wurde durch eine „Große Landesausstellung“ zur russischen Avantgarde geprägt: „Von der Fläche zum Raum. Malewitsch und die frühe Moderne“ umfasste neben Werken aus russischem und europäischem Besitz Rauminstallationen von Alexander Rodtschenko, El Lissitzky und Kurt Schwitters.

Dr. Fritz Emslander brachte von 2005 bis 2006 als Kommissarischer Leiter Schätze der Fotografiegeschichte aus bislang wenig bekannten französischen Sammlungen ans Licht, wie in der Ausstellung „Tiefenschärfe – Bilder vom Menschen“ (2006), die unter anderem die  menschlichen Wahrnehmungsstrukturen untersuchte. Auch die Auseinandersetzung mit ungarischer Kunst in „Lost and Found“ (2006/07) lag in dem Fokus seines Interesses. Nach seiner Station in Baden-Baden wurde er Kurator und stellvertretende Direktor des Museum Morsbroich.

In der Amtszeit von Prof. Dr. Matthias Winzen, der die Staatliche Kunsthalle von 1999 bis 2005 leitete, diente Kunst als Erkenntnismittel aus eigenem Recht. In Trilogien wie „Du sollst Dir ein Bild machen“ (2001) und „Multiple Räume: Seele – Park – Film“(2004) gewann die Kunsthalle unter seiner Leitung das Profil eines Forschungsinstituts zur Frage des Ortes der Kunst im Leben. Viele seiner Ausstellungen bezogen den Stadtraum außerhalb der Kunsthalle  mit ein und erweiterten damit die Sichtbarkeit der Kunsthalle und ihre Verankerung in der Kurstadt. Einzelausstellungen zu Thomas Ruff (2001), Georg Herold (2004), Marlene Dumas (2005) und Stephan Balkenhol (2006) wechselten sich mit thematischen Einblicken von wichtigen internationalen Privatsammlungen, wie Wilhelm Schürmann, die Sammlung Garnatz oder jene von dem Ehepaar Hauser und Wirth ab.
 Winzen wurde nach seiner Tätigkeit an der Staatlichen Kunsthalle Direktor des Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts (LA8) in Baden-Baden.

Dr. Margrit F. Brehm setzte von 1997 bis 1999 als Kommissarische Leiterin Akzente mit Ausstellungen, wie „Impressionismus und Symbolismus – Malerei der Jahrhundertwende aus Polen“ (1997), „Highlights aus dem Haags Gemeentemuseum“(1998), „Minimal-Maximal“ (1999), „… einerseits der Sterne wegen“ (1999). Die Präsentation international wichtiger Sammlungen lagen eben so in ihrem Interessen wie Einzelausstellungen heute so namhafter Künstler wie Erwin Gross (1997), John Armleder (1998) und Dieter Krieg (1999).

Dr. Jochen Poetter fokussierte von 1985 bis 1997 als Leiter der Staatlichen Kunsthalle minimalistische Strategien, welche die Architektur zur jeweiligen künstlerischen Inszenierung ins Verhältnis setzten. Mit Einzelausstellungen von Künstlern wie Imi Knoebel (1986), Donald Judd (1989), Dan Flavin (1989) , Reiner Ruthenbeck (1993) und Richard Tuttle (1993) setzte er der Minimal-Art-Bewegung ein Zeichen. Für Deutschland wurden amerikanische Künstler wie Chuck Close (1994) oder Cindy Sherman (1997) neu entdeckt, die heute hoch im Kurs stehen. Er wurde anschließend Direktor des Museum Ludwig in Köln.

Unter der Leitung von Dr. Katharina Schmidt wurden große Deuter der menschlichen Existenz entdeckt. So zeigte sie in ihrer Amtszeit von 1980 bis 1985 bahnbrechende Ausstellungen zeitgenössischer Künstler, wie Bruce Nauman (1981) , Rebecca Horn (1981), Jannis Kounellis (1982), Karel Appel (1982), oder Cy Twombly (1984). In Erinnerung bleibt auch Schmidts Interesse für die Zeichnung, die in Ausstellungen mit Georges Seurat (1984) oder jener zur japanischen Pinselzeichnung „Aus der fließend vergänglichen Welt“ (1984) zum Ausdruck gebracht wurden, wie auch chinesische Malerei der Ming- und Qing-Dynastien in „Im Schatten hoher Bäume“ (1985). Katharina Schmidt legte mit dem Einbau einer Klimaanlage und zahlreichen baulichen und räumlichen Veränderungen den Grundstein für ein leistungsfähiges, den Erfordernissen des zeitgenössischen Kunstbetriebs angemessenes Haus. Schmidt war nach Baden-Baden am Kunstmuseum Bonn und dem Kunstmuseum Basel tätig.

Dr. Hans Albert Peters sichtete von 1974 bis 1980 Positionen der Klassischen Moderne. Er folgte den Bestrebungen seiner Vorgänger setzte sich jedoch für die aktuelle Kunstszene in seinem Programm ein, ohne sich auf die immer unsichere Avantgarde zu stützen. Mit Präsentationen von überregionalem Charakter, wie „Juan Gris“ (1974), „Aristide Maillol“(1978), „Robert Delaunay“(1976), „Richard Serra“(1979 ) und „René Magritte“(1976) fochte er öffentlich sein ungetrübtes Verhältnis zu Künstlern und Kunstkritkern aus. Zu Gast war aber auch die Mailänder Brera mit exquisiten Werken der oberitalienischen Malerei des 16. bis 18. Jahrhunderts von „Bembo bis Guardi“ (1975).
 Peters leitete danach das Museum Kunstpalast in Düsseldorf.

Mit Prof. Dr. Klaus Gallwitz, der von 1967 bis 1974 Direktor der Staatlichen Kunsthalle war, hielten die ersten Blockbuster-Ausstellungen Einzug in Baden-Baden, die die Massen in die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden lockten: „Revolutionsarchitektur“ (1970), Salvador Dali (1971), Hans Makart (1972), „Russische Realisten“ (1972/73). In der mittlerweile legendären Ausstellungsreihe „14 x 14“ (1968–1973)  wurde dem Publikum die Staatliche Kunsthalle jeweils im Rhythmus von zwei Wochen als offenes Atelier dargeboten. Damals junge Künstler, die heute Weltruhm genießen, u. a. Georg Baselitz, Gerhard Richter, Günter Uecker, Markus Lüpertz und Anselm Kiefer hatten hier frühe Einzelpräsentationen.
 Gallwitz präsentierte in fünf Zyklen mehr als 70 Künstler. Dabei war ihm das Prinzip der Entdeckung wichtiger als der „Name“ einzelner Künstlerpersönlichkeiten. Gallwitz war 2004 zudem Gründungsdirektor des Museums Frieder Burda in Baden-Baden.

Unter der zehnjährigen Leitung von Dr. Dietrich Mahlow wurde die Staatliche Kunsthalle von 1957 bis 1967 zu einem Schaufenster der Weltkulturen. Ihm war bewusst, dass die Kunst der Nachkriegszeit eine internationale Sprache hatte und in der noch jungen Bundesrepublik reichlich Nachholbedarf herrschte. Ausstellungen wie „Amerikanische Keramik“(1960), „Das naive Bild der Welt“(1961) „Schrift und Bild“ (1962/63) oder „Primitive Textilwirkereien aus Ägypten“ (1963), neben zahllosen monografischen Werkschauen von Hans Arp  bis Jean Tinguely entwarfen eine neue Vision für dieses Haus.
 Mahlow wählte stets künstlerische Positionen, die ein neues Sehen schulten und legte seine programmatische Ausrichtung auf keinen bestimmten Stil fest. Mahlow initiierte 1956 zusammen mit Leopold Zahn und Klaus Jürgen-Fischer die Gründung der Gesellschaft der Freunde Junger Kunst e.V. in Baden-Baden und wurde 1967 Gründungsdirektor der Kunsthalle Nürnberg.

Unter der Leitung des Malers Erwin Heinrich, begann im Zuge der Gründung des Landes Baden-Württemberg die Neuausrichtung des bis dato regional verankerten Ausstellungshauses. Ausstellungen wie „Schweizerische Kunst“ (1953) oder dem Projekt „Berliner Neue Gruppe 1954“ (1954) sowie Präsentationen von Werken des Deutschen Künstlerbunds realisierte er während seiner Amtszeit von 1952 bis 1956 als Direktor der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden. Er verstarb 1956 bei einer Beiratssitzung in der Kunsthalle.

Gründung und Architektur

Die Idee für ein Ausstellungsgebäude in Baden (die Umbennung in Baden-Baden erfolgte offiziell erst im Jahr 1931) verfolgte der Maler und Vorsitzende der „Freien Künstler-Vereinigung Baden e.V.“, Robert Engelhorn (1856-1944), da die Kapazitäten des bisher genutzten Ausstellungsgebäudes „Haus Pagenhardt“, das heutige Kulissenhaus des Theaters, den Ansprüchen der Künstler und des Publikums nicht mehr genügten. Die drei Gesellschafter Robert Engelhorn, der Maler Karl Hollmann  sowie der Bankier Emil Meyer beschlossen den Bau eines Gebäudes für eine dauerhafte Ausstellung von Werken der bildenden Kunst in Baden und die Ansammlung eines Fonds für den Betrieb dieser Ausstellung. Das Ausstellungsgebäude wurde in Mitten der berühmten Parkanlage Lichtentaler Allee nach dem Entwurf von Hermann Billing unter Leitung des Architekten Wilhelm Vittali auf einem Hanggrundstück zwischen 1907 und 1909 errichtet. Herrmann Billing war einer der umstrittenen, gleichwohl führenden badischen Architekten der Region. Nach der Verwirklichung der Mannheimer Kunsthalle (1905), dem Kollegiengebäude der Freiburger Universität und zahlreicher Kunst- und Ausstellungshallen galt Billing als erfahrener Museumsarchitekt. Sein Entwurf für Baden-Baden sah zunächst eine Zweiflügelanlage mit Mittelrisalith über dem Eingang vor. Aus Kostengründen wurde das Gebäude mit der Option reduziert, den östlichen Flügel zu einem späteren Zeitpunkt zu realisieren. Das am 3. April 1909 mit seiner ersten Ausstellung eröffnete  Ausstellungshaus hat sich bis heute äußerlich kaum verändert.

Am Eingang der Lichtentaler Allee erhebt sich die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden auf einem Hügel. Nach außen erscheint der asymmetrische Baukörper geschlossen, umgeben von offenen Terrassen. Lediglich im Untergeschoss öffnet sich eine Fensterreihe zur Allee hin. Das Gebäude zitiert im Stil des Klassizismus die Architektur und Bauornamentik der klassischen, griechisch-römischen Antike. Dafür sprechen der Dreiecksgiebel, die Wandpfeiler mit ionischen Kapitellen, das umlaufende und verkröpfende Kranzgesims mit Eierstab, der auch neben den Voluten und der Jahreszahl 1908 in römischen Ziffern über dem markant überwölbten Portal erscheint. Das Gebäude sollte bereits im Herbst 1908 eröffnen, diese Bestrebungen verschoben sich jedoch ins Frühjahr 1909. Die Gliederung der Architektur besticht durch vornehme Zurückhaltung und eine gewisse Hermetik. Durch die Pilastergliederung scheint dabei auch der Eindruck eines Tempels auf. In der nach dem Vorbild des englischen Landschaftsgartens gestalteten Lichtentaler Allee setzt Billing so durch die Zitate griechischer Vorbilder auf romantische Vorstellungen einer arkadischen Idylle.

Seit 1912 zieren zwei Skulpturen des Karlsruher Bildhauers Hermann Binz (1876–1946) die Freitreppe vor der Staatlichen Kunsthalle. Es handelt sich hierbei um weibliche Personifikationen der Malerei und Bildhauerei,  mit ihren jeweiligen Attributen Palette und Hammer. Unter der Leitung von Hans Albert Peters entstand eine zweiteilig in den Boden eingelassene Installation aus zwei rechteckigen Stahlplatten des amerikanischen Künstlers Richard Serra , die seit April 1978 den Hügel vor der Kunsthalle schmückt. An der Fassade des Hauses wurde 1989 die Außenarbeit „To the People of Baden-Baden “ des amerikanischen Lichtkünstlers Dan Flavin, aus roten und gelben Leuchtstoffröhren angebracht. Eine weitere, seitlich installierte Arbeit aus blauen Leuchtstoffröhren hat der Künstler den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden gewidmet. Minimale Eingriffe, die das Bild der Institution von Außen nach „Außen“ prägen. Dieser Tradition, den Bau der Staatlichen Kunsthalle durch künstlerische Interventionen zu ergänzen wird auch im Inneren des Gebäudes fortgeführt. Zum einen mit dem von Karola Kraus erteilten Auftrag einer permanenten Konzeption und Gestaltung des Großraumbüros an Heimo Zobernig  in Form eines Kunstwerkes. Zum anderen mit der ebenfalls von Kraus initiierten Neugestaltung des Café Kunsthalle durch zeitgenössische Künstler wie Günther Förg (2007), Tobias Rehberger (2009)  oder Daniel Buren (2010). Unter der Leitung von Johan Holten wurde dieser Tradition bis heute Rechnung getragen. So schreibt sich die lange Geschichte der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden auch im 21. Jahrhundert fort und setzt weiterhin Wegmarken der Erneuerung.

Digitalisierung

Die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden erfuhr im Zuge ihrer Geschichte zahlreiche Umbauten und ständige Verbesserungen der technischen Ausstattung. Im Laufe der Jahrzehnte entstand so ein leistungsfähiges, den Erfordernissen des zeitgenössischen Kunstbetriebs angemessenes Ausstellungshaus. Mit den gestiegenen Anforderungen veränderte sich kontinuierlich in den vergangenen hundertzehn Jahren auch das Ausstellen selbst. Das Konzept der „virtuellen Ausstellung“ gewinnt dabei im 21. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung. Die Staatliche Kunsthalle nimmt sich unter der Leitung von Johan Holten dieser spannungsreichen Herausforderung an. Im Zuge der großen Digitalisierungswelle wird die reichhaltige Geschichte der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden digital zugänglich gemacht und innovative Vermittlungskonzepte auf digitaler Ebene erprobt. So wird beispielsweise in Kooperation mit der Stadtbibliothek Baden-Baden ein Großteil des Bestandes der Kunstbibliothek der Staatlichen Kunsthalle digital erfasst und öffentlich zugänglich gemacht. Darüber hinaus werden in verschiedenen Projekten digitale Prozesse herausgebildet, die das gespeicherte Wissen der bisherigen Ausstellungen und Publikationen der Staatlichen Kunsthalle in eine eigene, neue Sprache überführen. Durch den Einsatz und die bewusste Nutzung digitaler Bilder wird somit ein sensibles Bewusstsein der Möglichkeiten des Mediums Ausstellung diskutiert. Ziel ist damit nicht nur ein eigenes, digitales Narrativ zu schaffen, sondern ebenso die öffentliche Zugänglichkeit nicht nur für Wissenschaftler, sondern für alle Kunstinteressierten zu ermöglichen.

Team

Johan Holten

Direktor

+49 7221-30076-400

info@

Ursula Eberhardt

Geschäfts­führerin

+49 7221-30076-407

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Hendrik Bündge

Kurator und stellv. künstlerischer Leiter

+49 7221-30076-405

buendge@

Luisa Heese

Kuratorin

+49 7221-30076-408

heese@

Angelika Weingärtner

Sekretariat

+49 7221-30076-400

weingaertner@

Johannes Honeck

Öffentlich­keits­arbeit

+49 7221-30076-414

honeck@

Eva Hepper

Öffentlich­keits­arbeit

+49 178-5546704

presse@

Hans-Dieter Schürer

Buch­haltung

+49 7221-30076-402

schuerer@

Hans Peter Steurer

Tech­nische Leitung

+49 7221-30076-400

steurer@

Judith Sandhaas

Bibliothek

+49 7221-378 27 88

bibliothek@

Benedikt Seerieder

Kuratorische Assistenz

+49 7221-30076-410

seerieder@

Soraya Loch

FSJK – Presse und Öffentlichkeit

+49 7221 300 76 411

fsjk@

Werner Becker

Technik und Aufsicht

Gebhard Lenz

Technik und Aufsicht

Helene Bischof

Kasse

Margareta Bieth

Aufsicht

Ursula Frank

Aufsicht

Maria Panthel

Aufsicht

Freunde

Freunde der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden e.V.

Ziel der »Freunde der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden e.V.« ist es, das Ausstellungs- und Vortragsprogramm der Staatlichen Kunsthalle öffentlichkeitswirksam, organisatorisch und finanziell zu unterstützen. Für Mitglieder werden freier Eintritt bzw. Ermäßigungen bei Veranstaltungen, gesonderte Führungen und Ermäßigungen bei Katalogen und Kunstreisen angeboten.

Die Vereinsgründung der »Freunde der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden e.V.« wurde im Sommer 2000 vollzogen. Der Vorstand besteht aktuell aus vier Mitgliedern.
Vorstandsvorsitzende ist Sabine Steinhart.

Die »Freunde der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden e.V.« stehen allen Interessierten offen und freuen sich über zahlreiche neue Mitglieder, um mit ihnen gemeinsam die Kunsthalle zu fördern.

Die Mitgliedsbeiträge sind gestaffelt:

Einzelperson 125 Euro
Paar oder Familie 175 Euro
Einzelperson bis 25 Jahre 20 Euro

Bitte kontaktieren Sie uns für Anmeldungen:

FREUNDE DER STAATLICHEN KUNSTHALLE BADEN-BADEN e.V.

Sabine Steinhart
Favoritenstr. 72
76532 Baden-Baden
info@FreundeDerKunsthalle.de

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.freundederkunsthalle.de

Café Kunsthalle

In einzigartiger Atmosphäre haben sich Skender Azemi und sein Team viel vorgenommen! Genießen Sie hier frische regionale Spezialitäten wie geräucherte Forelle oder das reichhaltige Angebot an Kuchen und Eisspezialitäten. Gerne öffnet das Team des Café Kunsthalle auch in den Abendstunden für Ihre Veranstaltung – Empfänge, Geburtstagsfeiern, Hochzeiten.

An den Sommertagen lädt unsere große Sonnenterrasse mit Blick in die Lichtentaler Allee zu erholsamen Stunden im Freien ein.

Es ist unser Wunsch, Ihnen einen angenehmen und anregenden Aufenthalt zu bieten. Lassen Sie es sich schmecken!

Geöffnet Di bis So 10–18 Uhr
Tel./Fax +49 7221-392000
Mobil +49 173-40 45 678

http://cafe-kunsthalle.de/

 

 

Montag
Ostermontag
Dienstag
10–18 Uhr Closed
Mittwoch
10–18 Uhr Closed
Donnerstag
10–18 Uhr Closed
Freitag
10–18 Uhr Closed
Samstag
10–18 Uhr Closed
Sonntag
10–18 Uhr Closed
Preise
Erwachsene
7 Euro
Ermäßigt
5 Euro
Schüler*innen
3 Euro
Familie
11 Euro
Alle Preise
Adresse

Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Lichtentaler Allee 8 a
76530 Baden-Baden

Kontakt

T +49 7221 30076-400
F +49 7221 30076-500
info@kunsthalle-baden-baden.de