Wangechi Mutu

Solch ungeahnte Tiefen

14.07.–30.09.2012
Ein beleuchtetes Kunstwerk mit Farbablauf und kilometerlangen Umrissen hinter einem durchscheinenden Vorhang.
Künstlerischer Raum mit hängenden Objekten, langen Lichtern und kreativem Wandbild.
Viele Weinflaschen hängen in einem dunklen Weinkeller.
Ein dunkler, künstlerisch gestalteter Raum mit Tierfellen und surrealen Hängen.
Ein Raum mit vielen schwarzen, kugelförmigen Skulpturen auf dunklem Boden.
Schwarze, Geflecht-Kugeln hängen von einer grauen Decke.
Ein dunkler Ausstellungsraum mit Kunstwerken und leuchtenden Projektionen an der Wand.
Glasvitrinen in einem Museum mit Kunstwerken und Bildern ausgestellt.
Ein Kunstwerk hängt an einer dunklen Wand neben einer offenen Tür, die in einen Ausstellungsraum führt.
Ein kleines Foto auf einem Tisch, der auf einem dunklen Strukturstein steht.
Am dunklen Steinmauer hängt ein Bild, daneben steht eine kleine Figur auf einem Tisch.
Ein gefaltet wirkender Stuhl neben einer Tür mit kosmischem Bild steht in einem modernen Raum.
Stühle mit körperähnlichen Formen in einem kunstvollen Arrangement aufgebaut.
Ein heller Ausstellungsraum mit drei weißen Wandschüsselbildern und einer Tür im Hintergrund.
Ein amerikanischer Fußballspieler der Football Mannschaft Chicago Bears posiert lächelnd auf der schwarz weiß Fotografie.
Ein heller Ausstellungsraum mit zwei gemalten Bildern an den weißen Wänden.
Ein Ausstellungsraum mit drei Kunstwerken an weißen Wänden.
Ein gerahmtes Bild mit botanischen Motiven hängt in einem hellen Ausstellungsraum.

Künstler*in

  • Wangechi Mutu

Kurator*in

  • Johan Holten

Kuratorische Assistenz

  • Johannes Honeck

Publikation

Zur Ausstellung gibt es einen Katalog. Der Katalog hat Texte. Die Texte sind auf 2 Sprachen. Die Texte sind von Joyce Bidouzo-Coudray, Johan Holten, Johannes Honeck und Franklin Sirmans. Der Verlag für Moderne Kunst in Nürnberg gibt den Katalog heraus.

Die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden zeigt die Künstlerin Wangechi Mutu. Sie wurde 1972 in Kenia geboren. Heute lebt sie in New York. Sie macht Collagen, Installationen und Videos. Darin sind seltsame Wesen. Sie bestehen aus Körperteilen, Maschinen, Tierhäuten und Pflanzen. Mutu nutzt auch Alltagsgegenstände wie Decken, Schüsseln und Plastikflaschen. Sie erzeugen ein Gefühl von Geborgenheit. Aber auch von Gefahr und Katastrophe. Die Künstlerin setzt tausendfach reproduzierte Bilder neu zusammen. Die Collagen wirken oft beunruhigend. Sie lenken den Blick auf den weiblichen Körper. Besonders auf den schwarzen Körper. Und auf seine Darstellung in den Medien.

Mutu bezieht sich oft auf ihre Herkunft. Aber sie ist keine „afrikanische“ Künstlerin. Sie zeigt: In der globalisierten Welt gibt es keine klaren Zuordnungen. Ihre Bilder zeigen Entfremdung und Verlust von Heimat. Kulturelle Identitäten sind nicht mehr an einen Ort gebunden. Sie sind Mischungen. Mutus Bilderwelten sind voller Gegensätze: profan und religiös, Gewalt und Schönheit, Armut und Überfluss.

In Deutschland kennt man Wangechi Mutu. Sie gewann 2010 den „Artist of the Year“-Preis der Deutschen Bank. Sie zeigte ihre Werke im Deutschen Guggenheim Berlin. Weltweit ist sie bekannt. Sie war in vielen Museen. Zum Beispiel im Guggenheim Bilbao, Spanien (2011), der Art Gallery of Ontario, Kanada (2010), dem Museum of Contemporary Art, San Diego, USA (2009).