Körper. Blicke. Macht.

Eine Kulturgeschichte des Bades
7.3.–21.6.2020

Yasumasa, Frau, Haare waschend, ca. 1900, 3,2 cm, Elfenbein, Düsseldorf, Kunstpalast, Inventarnummer: P2005-418 Foto: © Kunstpalast - Lothar Milatz – ARTOTHEK
Unbekannt, Das erste Bad, Mitte 19. Jahrhundert, 3 cm, Elfenbein, Düsseldorf, Kunstpalast Inventarnummer: P2005-394, Foto: © Kunstpalast - Lothar Milatz – ARTOTHEK
Chiharu Shiota, Bathroom, 1999, Video-Performance: Wasser, Erde, Super VHS Video, schwarz/weiß, Ton, 3:4, 5’10’’ Gefilmt in einer Wohnung in Berlin im Oktober 1999, © VG Bild-Kunst, Bonn, 2019 und die Künstlerin
Onésimos, Rotfigurige Schale, 5. Jahrhundert v. Chr., Keramik, Inventar-Nr.: G291 Paris, Musée du Louvre, Copyright: bpk / RMN - Grand Palais / Hervé Lewandowski
Jules Migonney, Le Bain maure, 1911, Öl auf Leinwand, 104 x 188 cm, Musée du monastère royal de Brou, Bourg-en-Bresse, Photographe: Carine Monfray
Atelier Jacques Louis David / Jerome Martin Langlois, Jean Paul Marat assassiné dans sa baignoire, le 13 juillet 1793 Öl auf Leinwand, 157.5 x 135.7 cm, Versailles, Châteaux de Versailles et de Trianon, Copyright bpk / RMN - Grand Palais / Franck Raux
Bianca Kennedy, VR all in this together, 2018, © Bianca Kennedy
Bianca Kennedy, VR all in this together, 2018, © Bianca Kennedy
CESARI Giuseppe (genannt Cavalier d'Arpin), Diane und Acteon, 1. Quartal des 17. Jahrhunderts, 49,5 x 66,5 cm Öl auf Leinwand, Musée de la Vénerie, Senlis, Foto: Irwin Leullier
Emile Bernard, Femmes fellah au bain, 1900, Öl auf Leinwand, 175,7 x 97,3 cm, Musée des Beaux-Arts, Schenkung Paul Jamot, 1923 inv. 923.2.1, Reims, Musée des Beaux-Arts, ©Photo : C. Devleeschauwer
Hans Sebald Beham , Das Bad, im Rund, 1515 – 1550, Holzschnitt, beschnitten, 28,8 x 29,2 cm, Kunstsammlungen der Veste Coburg
Patrick Angus, A Shower at the Baths, 1984, Acryl auf Leinwand, 51 x 71 cm, Sammlung Andreas Pucher, Stuttgart © Douglas Blair Turnbaugh

Im Zentrum der Großen Sonderausstellung des Landes Baden-Württemberg 2020 der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden steht eine globale soziale Praxis, die so alt ist wie die Menschheit selbst: das Baden. Obwohl von jeher mit Reinigungsritualen verbunden, offenbaren sich hier über die Jahrhunderte hinweg Bezüge, die weit über Themen wie Hygiene, Gesundheit und Wohlbefinden hinausgehen. Tatsächlich waren das Bad als Ort und der Akt des Badens immer auch ideologisch, religiös, sozial und kulturell aufgeladen – und sie sind es bis heute.

Körper. Blicke. Macht. Eine Kulturgeschichte des Bades versammelt eine Vielzahl von Kunstwerken und Objekten aus verschiedenen historischen, geografischen und kulturellen Zusammenhängen und präsentiert die Badekultur damit als Spiegelbild der jeweiligen Gesellschaft. Es geht um Heiliges und Profanes, Reinheit und Schmutz, Wohltuendes und Schädliches, Öffentliches und Privates, Nacktheit und Bekleidung, Aristokratisches und Populäres und nicht zuletzt: Macht-, Klassen- und Geschlechterverhältnisse.

Die großangelegte Schau präsentiert Gegenstände des Alltags, wie etwa Barbierschüsseln (18. Jahrhundert, Frankreich), Badheizer oder Hammamsandalen (19. Jahrhundert, Türkei) und hochkarätige Kunstwerke von Albrecht Dürer über Jacques-Louis David, David Hockney, Joseph Beuys und Nan Goldin bis hin zu Paul Chan, Monira Al Qadiri und Thomas Demand.

Zudem wird sich die Ausstellung mit weiteren Arbeiten zeitgenössischer Künstler*innen bis in die Bäder der Kurstadt erstrecken – vom Bertholdbad über das Friedrichsbad bis hin in die römischen Bäderruinen. Der besondere Reiz liegt in der Gegenüberstellung von historisch bedeutenden Artefakten mit modernen und zeitgenössischen Kunstwerken. Dank der Kooperation mit dem Mucem in Marseille werden zahlreiche bedeutende Kunstwerke aus französischen öffentlichen und privaten Sammlungen zu sehen sein, wie etwa dem Louvre in Paris, dem Musée national des châteaux de Versailles et de Trianon oder dem Musée des Beaux-Arts in Reims.

Körper. Blicke. Macht. Eine Kulturgeschichte des Bades ist Teil des umfangreichen Kooperationsprojekts BADEN der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden mit dem Mucem, dem Stadtmuseum Baden-Baden sowie dem Museum LA8. Nach einer Idee des Mucem.

 

Beteiligte Künstler*innen (Auswahl): Patrick Angus, Hans Sebald Beham, Émile Bernard, Bernadette Corporation, Joseph Beuys, Samantha Bohatsch, Louis Brion de la Tour, Paul Chan, Giuseppe Cesari, Atelier de Jacques-Louis David, Maurice Denis, Thomas Demand, Albrecht Dürer, Martin Engelbrecht, Rainer Fetting, Friedrich Wilhelm Gmelin, Nan Goldin, Ion Grigorescu, Jean-Jacques Hauer, David Hockney, Nicolas René Jollain, Ute Klophaus, Leonard Koren, Katarzyna Kozyra, Lee Miller und David E. Sherman, Yoko Ono, Ben Patterson, Edmond Jean-Baptiste Paulin, Pablo Picasso, Monira Al Qadiri, Mary-Audrey Ramirez, Delphine Reist, Mieko Shiomi, Chiharu Shiota, Gaston de la Touche, Ben Vautier, Eugène Viollet-le-Duc, Friedrich Weinbrenner.

Montag
Geschlossen
Dienstag
10–18 Uhr
Mittwoch
10–18 Uhr
Donnerstag
10–18 Uhr
Freitag
10–18 Uhr
Samstag
10–18 Uhr
Sonntag
10–18 Uhr
Preise
Erwachsene
7 Euro
Ermäßigt
5 Euro
Schüler*innen
3 Euro
Familie
11 Euro
Alle Preise
Adresse

Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Lichtentaler Allee 8 a
76530 Baden-Baden

Kontakt

T +49 7221 30076-400
F +49 7221 30076-500
info@kunsthalle-baden-baden.de