Alina Szapocznikow

Human Landscapes
21.7.2018–7.10.2018

Cendrier de Célibataire I [Der Aschenbecher des Junggesellen I], 1972, Polyesterharz und Zigarettenstummel, 11,5 × 12,5 × 11 cm, Privatsammlung © ADAGP, Paris / VG Bild-Kunst Bonn, 2018. Courtesy The Estate of Alina Szapocznikow / Piotr Stanislawski / Galerie Loevenbruck, Paris / Hauser & Wirth. Foto: Fabrice Gousset, Courtesy Galerie Loevenbruck, Paris
Lampe-Bouche [Beleuchtete Lippen], 1966, Farbiges Polyesterharz, elektrische Verdrahtung und Metall, 48 x 16 x 13 cm, © ADAGP, Paris / VG Bild-Kunst Bonn, 2018. Courtesy The Estate of Alina Szapocznikow / Piotr Stanislawski / Galerie Loevenbruck, Paris / Hauser & Wirth. Foto: Fabrice Gousset, Courtesy Galerie Loevenbruck, Paris
Stela [Stele], 1968, Polyesterharz und Polyurethanschaum, 79 x 46 x 69 cm, © ADAGP, Paris / VG Bild-Kunst Bonn, 2018. Ursula Hauser Collection, Switzerland. Foto: Thomas Müller
Sans titre (Fétiche VII) [Ohne Titel (Fetisch VII)], 1971, Polyesterharz, Nylonstrumpfhosen, Wolle, 35 × 50 × 40 cm, © ADAGP, Paris / VG Bild-Kunst Bonn, 2018. Ursula Hauser Collection, Switzerland. Foto: Simon Vogel
Alina Szapocznikow mit ihrer Arbeit Naga [Nackt], 1961, © ADAGP, Paris / VG Bild-Kunst Bonn, 2018. Courtesy The Estate of Alina Szapocznikow / Piotr Stanislawski / Galerie Loevenbruck, Paris / Hauser & Wirth. Foto: Marek Holzman, Courtesy the Museum of Modern Art, Warsaw.

Die Sommerausstellung der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden zeigt Werke der polnischen Künstlerin Alina Szapocznikow (*1926 †1973). Nach der Präsentation einzelner Werke auf der documenta 12 und der documenta 14 wird die Schau die erste umfängliche Einzelausstellung dieser bedeutenden Künstlerin in Deutschland sein. Alina Szapocznikow schuf bis zu ihrem frühen Tod ein umfangreiches und ausdrucksstarkes Œuvre, das immer wieder um den menschlichen Körper kreiste.
In ihren Skulpturen und Zeichnungen zerlegte sie vor allem den weiblichen Körper in Fragmente wie Lippen, Brüste, Bäuche und Gliedmaßen, um diese wieder neu zusammenzusetzen und als Spuren in ihre nahezu abstrakten Werke zu integrieren. Oft war es auch ihr eigener Körper, der als Abdruck Eingang in die Arbeiten fand.
Als polnische Jüdin verbrachte sie mehrere Jahre ihrer Jugend in Konzentrationslagern, bevor sie über Prag nach Paris zog und sich dort in den Künstlerkreisen um die Nouveaux Réalistes bewegte. Nachdem sie figurative Skulpturen aus klassischen Materialien wie Bronze geschaffen hatte, begann sie in Paris mit neuen Materialien wie Polyester und Polyurethan zu experimentieren und sich weiter von der Einheit der skulpturalen Form zu lösen. Betörend schön und gleichzeitig oft unheimlich, berühren die Werke Themen wie Erinnerung, Trauma, Schmerz und Erotik. Sie lassen Einflüsse aus Surrealismus und Pop Art erahnen, besonders durch den Einbezug von Alltagsobjekten. In den letzten Lebensjahren war ihr Werk durch den nahenden Tod überschattet, was sich in Arbeiten wie „Tumeurs personnifiés“ (1971) äußert. Sie bringen die Fragilität und Vergänglichkeit des Körpers zum Ausdruck – gleichermaßen wird das schwindende Leben in ihnen festgehalten.

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Preise
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Adresse

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Lichtentaler Allee 8 a
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