Programm

29.10.2021 – 20 bis 20 Uhr
Black Cracker

Black Cracker aka Ellison Renee Glenn ist Lyriker, Musikproduzent und MC. Er ist bekannt für seine unkonventionelle Art, rhythmische Melodien mit Rap und Gesang zu verbinden, und für seine energiegeladenen Performances. Nachdem er schon mit zahlreichen namhaften Künstler*innen auf der Bühne stand, dürfen wir diesen vielfältigen Soundkünstler nun zur Eröffnung des Performance-Programms der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden begrüßen. Sein Klangklima schafft einen offenen Raum für Communities, die insbesondere in institutionellen Umgebungen und Strukturen häufig unsichtbar sind.

Begleitend zu …

30.10.2021 – 14 bis 18 Uhr
Alexandra Pirici: Terraform, 2021

Premiere: Samstag, 30. Oktober 2021, 14.00 – 18.00 Uhr 

Weitere Termine: 31. Oktober und 2., 3., 4., 5., 6., 11., 12., 13., 14. November 2021, täglich 14.00 – 18.00 Uhr

Performer*innen: Liliana Ferri, Patrick Ngabonziza, Mircea Ghinea, Yurika S. Yamamoto, Jared Marks, Gabrielė Bagdonaitė

Set & Maskendesign: Andrei Dinu

Terraform ist eine performative Umgebung, die von sechs Performer*innen und dem Publikum gleichermaßen bespielt wird. Innerhalb der Ausstellung markiert Alexandra Pirici einen Raum durch eine teppichartige Struktur, die an „​​östliches“ Wohndesign und die in Rumänien vor den 1990er-Jahren allgegenwärtigen Satindecken erinnert. Diese Decke ist durchlöchert, verzerrt und ungleichmäßig ausgebreitet wie eine fremde Landschaft – eine Landschaft, die belebte Körper beherbergt und aufnimmt, auf ihr, in ihr und um sie herum.

In dieser kleinen Welt mit ihren eigenen imaginären Lebens- und Aktivitätsformen (als ob ein anderer evolutionärer Weg eingeschlagen worden wäre oder noch eingeschlagen würde) sind die Grenzen zwischen menschlichem, tierischem und pflanzlichem Leben durchlässig und undicht. Individuen werden zu Elementen innerhalb größerer Organismen und Strukturen, indem sie sich zeitweise in Beziehungen zusammenfinden; menschliche Körper nehmen tierische oder pflanzliche Verhaltensweisen (sowohl reale als auch fiktive) sowie verschiedene historische und kulturelle Referenzen auf, und lassen neue Konfigurationen und Assoziationen entstehen; auf spielerische, interaktive Weise reflektieren die Akteur*innen auch aktuelle technologische Prozesse, von denen sie beeinflusst werden und die sie ihrerseits beeinflussen könnten.

Der Titel der Arbeit bezieht sich nicht auf die Umgestaltung der Erde durch eine feststehende Definition des „​​Menschen“, sondern ist vielmehr als Gestaltung einer gemeinsamen Welt zu verstehen, deren Teil wir sind, die wir ständig verändern und mit der wir uns gemeinsam verändern. In diesem Sinne ist Terraform als eine Formung von beidem zu verstehen: des Menschen und der Erde, gemeinsam und von innen heraus.

Begleitend zu …

07.11.2021 – 14 bis 14 Uhr
Regina José Galindo: Birds, 2021

BIRDS

The birds fly high

and sing while migrating

and migrate while singing

 

Charakteristisch für Regina José Galindos künstlerische Praxis sind der Einsatz ihres eigenen Körpers, das Zusammenbringen von Menschen und das Bilden von Gruppen sowie ihre kritische Auseinandersetzung mit politischen, postmigrantischen und feministischen Fragen. Schon 2015 gestaltete Galindo gemeinsam mit Migrant*innen in Palermo Momente des friedlichen Zusammenlebens im Rahmen ihrer Performance Raíces (2015). Eine Fotografie dieser Performance ist Teil der Ausstellung State and Nature und wird in einem Schaufenster im Stadtraum präsentiert. Für das Performance-Programm erarbeitet Regina José Galindo gemeinsam mit Akteur*innen, die infolge der Migrationsbewegungen seit 2014 nach Baden-Baden gekommen sind und nun hier leben, einen Raum für Austausch und selbstbestimmte Repräsentation. Die Beteiligten singen Lieder, zu denen sie einen besonderen Bezug haben, die sie durch den Alltag begleiten und die vielleicht schon seit der Kindheit Teil einer identitätsstiftenden, vertrauten Praxis sind. Dadurch ermöglichen sie Begegnungen auf einer künstlerischen und zugleich persönlichen Ebene. 

Seit Februar 2016 werden asylsuchende Menschen in der Geflüchtetenunterkunft Waldseeplatz untergebracht. Diese liegt im Westen der Stadt, in einer bewaldeten, abgeschiedenen Gegend. Die Performance in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, einem zentralen und leicht zugänglichen Ort, stellt Fragen nach der Bedeutung von Örtlichkeit und Verortung und thematisiert institutionell gestützte Entscheidungen bezüglich des Umgangs mit Geflüchteten.

Begleitend zu …

13.11.2021 – 19:30 bis 19:30 Uhr
Mehtap Baydu: Mit Müttern und Töchtern, 2019–21

Viele von Mehtap Baydus Arbeiten entstehen in einem Netzwerk von Frauen. So wird auch ihr Auftritt in der Kunsthalle, wie der Titel Mit Müttern und Töchtern andeutet, zu einem performativen Akt des Zusammenkommens und des Austausches zwischen Frauen.

In der türkischen Tradition werden bestimmte Speisen in Anlehnung an die Schönheit und Erotik weiblicher Körperteile benannt: So gibt es etwa das Fleischgericht „Analı Kızlı“ [Mutter und Tochter], die Suppe „Dul avrat Çorbası“ [Witwensuppe] und die Nachspeise „Dilber Dudağı“ [Lippen der Schönheit]. Im Rahmen der Performance bereitet die Künstlerin mit neun Frauen neun Speisen zu, die später mit 39 geladenen Gästen verzehrt werden. Es werden ausschließlich Speisen mit einem Bezug zum Weiblichen gereicht. Bereits beim mehrtägigen gemeinschaftlichen Kochen stehen Austausch und Reflexion über Traditionen und soziale Konventionen im Mittelpunkt. Die Diskussion der Geschlechterrollen und das Hinterfragen gesellschaftlicher Normen prägen auch das Abendessen mit den Gästen.

Begleitend zu …

19.11.2021 – 18 bis 18 Uhr
Denise Ferreira da Silva & Arjuna Nauman: 4Waters/Deep Implicancy (2019) und Soot Breath/Corpus Infinitum (2021)

Im Rahmen des Performance-Programms werden zwei Videoarbeiten von den Filmemacher*innen Denise Ferreira da Silva und Arjuna Nauman gezeigt. Während Nauman die Werke als Künstler gestaltet, spiegelt sich da Silvas Schaffen als Philosophin und Wissenschaftlerin in ihrem Inhalt wider: so etwa globale Beziehungen zwischen Migration, Gewalt, Kolonialismus und die Zerstörung der Umwelt. Die Filme von da Silva und Nauman ziehen allerdings nicht nur durch ihre treffenden und unbequemen Inhalte in den Bann, Soot Breath/Corpus Infinitum und 4 Waters/Deep Implicancy zeichnen sich vor allem auch durch ihren außergewöhnlich klaren filmischen Stil und ihre beeindruckende Ästhetik aus.

Begleitend zu …

20.11.2021 – 14 bis 14 Uhr
Robodynamische Diffusion: RDD

Im Mittelpunkt des Projekts RDD (Robodynamische Diffusion) steht die Entfaltung der räumlichen Wirkung von Klang, indem Klänge von Instrumenten entkoppelt werden und sich frei im Raum bewegen. Es entstehen akustische Reflexionen und Resonanzen: Schallwellen brechen sich an den baulichen Formen, versetzen die Umgebung in Schwingungen und beeinflussen so das Klangergebnis. Der Aufführungsraum selbst wird Teil des Instruments und ist aktiv an der Komposition beteiligt: eine Transformation von Raum in Klang.
RDD ist ein Projekt von Michael Akstaller, Nele Jäger, Oliver Mayer und Jan St. Werner.

Begleitend zu …

20.11.2021 – 18 bis 18 Uhr
Denise Ferreira da Silva & Arjuna Nauman: 4Waters/Deep Implicancy (2019) und Soot Breath/Corpus Infinitum (2021)

Im Rahmen des Performance-Programms werden zwei Videoarbeiten von den Filmemacher*innen Denise Ferreira da Silva und Arjuna Nauman gezeigt. Während Nauman die Werke als Künstler gestaltet, spiegelt sich da Silvas Schaffen als Philosophin und Wissenschaftlerin in ihrem Inhalt wider: so etwa globale Beziehungen zwischen Migration, Gewalt, Kolonialismus und die Zerstörung der Umwelt. Die Filme von da Silva und Nauman ziehen allerdings nicht nur durch ihre treffenden und unbequemen Inhalte in den Bann, Soot Breath/Corpus Infinitum und 4 Waters/Deep Implicancy zeichnen sich vor allem auch durch ihren außergewöhnlich klaren filmischen Stil und ihre beeindruckende Ästhetik aus.

Begleitend zu …

21.11.2021 – 14 bis 14 Uhr
Robodynamische Diffusion: RDD

Im Mittelpunkt des Projekts RDD (Robodynamische Diffusion) steht die Entfaltung der räumlichen Wirkung von Klang, indem Klänge von Instrumenten entkoppelt werden und sich frei im Raum bewegen. Es entstehen akustische Reflexionen und Resonanzen: Schallwellen brechen sich an den baulichen Formen, versetzen die Umgebung in Schwingungen und beeinflussen so das Klangergebnis. Der Aufführungsraum selbst wird Teil des Instruments und ist aktiv an der Komposition beteiligt: eine Transformation von Raum in Klang.
RDD ist ein Projekt von Michael Akstaller, Nele Jäger, Oliver Mayer und Jan St. Werner.

Paulinhx Desbats

Für das Performance-Programm verwandelt Paulinhx Desbats das Foyer mit speziellen Lichttechniken in einen fantasievollen Garten, der  an einen kosmischen Mutterschoß erinnert. Desbats stammt aus dem Baskenland und lebt derzeit in Berlin. Desbats Leidenschaft gilt dem Klang, dem Gärtnern, Esskulturen und nachhaltigem Design.

Begleitend zu …

Montag
Geschlossen
Dienstag
10–18 Uhr
Mittwoch
10–18 Uhr
Donnerstag
10–18 Uhr
Freitag
10–18 Uhr
Samstag
10–18 Uhr
Sonntag
Reformationstag
Preise
Erwachsene
7 Euro
Ermäßigt
5 Euro
Schüler*innen
3 Euro
Familie
11 Euro
Alle Preise
Adresse

Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Lichtentaler Allee 8 a
76530 Baden-Baden

Kontakt

T +49 7221 30076-400
F +49 7221 30076-500
info@kunsthalle-baden-baden.de